Steirisches Kürbiskernöl

Die wahrscheinlich bekannteste Spezialität der Steiermark

Kürbiskernöl ist ein traditionelles steirisches Lebensmittel – womöglich das ursteirischste überhaupt, denn der gesamte Verlauf seines Erfolges hat hier im Südwesten der Steiermark seinen Ursprung.

Genau genommen haben Kürbisse ihre Heimat in Mittelamerika. Sie kamen, wie viele andere Pflanzenarten auch, im Laufe der Geschichte nach Europa. Überlieferte Rezepte aus dem barocken Italien belegen, dass der Gartenkürbis als Gemüse im 17. Jahrhundert sehr vielseitig verwendet wurde. In der Steiermark wurden Kürbisse ursprünglich als Viehfutter verwendet, sehr bald darauf jedoch schon wegen ihrer Kerne zur Ölgewinnung.
Durch den Anbau gezielt ausgewählter Kerne und einer natürlichen Mutation in der Steiermark entstand in der Mitte des vorigen Jahrhunderts der „Steirische Ölkürbis“. Seine Besonderheit liegt darin, dass ihm im Vergleich zu anderen Kürbisarten die harten Samenschalen fehlen. Die Kerne des Ölkürbisses sind nur von einem feinen Silberhäutchen überzogen. Die darunterliegende dicke dunkelgrüne Samenhaut verleiht dem Kürbiskernöl seine charakteristische Farbe, die darin eingebetteten Kerne dem Öl den charakteristisch nussigen Geschmack.

Qualität ist kein Zufall

Mit der Erfahrung mehrerer Generationen, dem ständigen Bestreben uns zu verbessern und der Liebe zur Natur produzieren wir unser Kürbiskernöl, so als würden wir es nur für uns selbst tun.

Alle Jahre wechseln wir die Fruchtfolge auf unseren Feldern mit Kürbis, Mais oder Getreide ab. Dies wirkt sich positiv auf den Boden, das Bodenleben und das Pflanzenwachstum aus. Die Samen des Ölkürbisses werden im April in Zeilen in die Erde gebracht und schon nach wenigen Tagen sprießen die ersten zarten Pflänzchen aus der Erde. Wetterbedingt unterschiedlich schnell gedeihen die empfindlichen Kürbispflanzen, bis ihre Ranken Anfang Juni die gesamte Ackerfläche bedecken. Sind die Felder einmal verwachsen, kann man als Landwirt nicht mehr eingreifen – man muss der Natur ihren Lauf lassen. Mitte Juni erscheinen die ersten Blüten – ein kurzes und faszinierendes Ereignis. Jede Kürbisblüte blüht nur einen Tag und in dieser Zeit muss sie von einer Biene bestäubt werden. Einige Tage nach der Befruchtung der Blüte bildet sich der kleine Kürbisansatz am Fruchtknoten – der Sommer, die Zeit des Wachsens beginnt. Gut getarnt unter den großen Blättern der Pflanze versteckt wachsen sie heran – die Kürbisse, oder wie wir hier im Dialekt noch sagen „die Plutzer“. Ob sich eine gute Ernte abzeichnet, gibt der Acker erst preis, wenn die Blätter der Pflanzen Ende August, Anfang September langsam abwelken und die gelb-grün gestreiften Kürbisse zum Vorschein kommen. Ist alles Kürbiskraut vergangen, kann man die mit reifen Früchten übersäten Äcker bestaunen und es wird Zeit für die Ernte. Mit einem Kürbispflug werden die Kürbisse zusammengeschoben und in Reih und Glied gebracht, damit sie anschließend maschinell „gepatzelt“ werden können. Die Kerne werden getrocknet, in Säcke gefüllt und lichtgeschützt und trocken gelagert. Nun warten sie darauf, zum „grünen Gold“ gepresst zu werden. Nebst Fingerspitzengefühl sind es heute hochmoderne Anlagen, die es ermöglichen, Kürbiskernöl in immer gleichbleibender Qualität zu produzieren.

Im Abstand von drei Wochen lassen wir unser Öl pressen. Die Kerne werden geröstet, gemahlen und unter hohem Druck gepresst. Das frisch gepresste Öl benötigt gut eine Woche um zur Ruhe zu kommen. Schwebstoffe, Reste der gemahlenen Kürbiskerne setzen sich ab - das Aroma reift aus und der markante nussig-würzige Geschmack vollendet sich.


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Glyphosatfrei

Für uns geht die Natur vor!

Wir produzieren unsere Produkte genau so, als würden wir es nur für unseren eigenen Konsum tun. Demnach sind unsere Qualitätsansprüche sehr hoch und wir haben uns dazu entschieden, so naturnah wie nur irgendwie möglich zu arbeiten!
Wir verwenden keine Pestizide – daher können auch keine Rückstände nachgewiesen werden!

Ein besonderer Dorn im Auge ist uns das Totalherbizid Glyphosat. Das sehr umstrittene jedoch weit verbreitete Unkrautbekämpfungsmittel tötet nicht nur Unkraut, sondern ist auf lange Sicht eine uneinschätzbare Gefahr für die Umwelt und uns Menschen.

Was ist Glyphosat, und welche Wirkungen hat es auf die Umwelt? Hier können Sie es genau nachlesen: www.global2000.at/glyphosat

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Kürbiskernöl

Haltbarkeit und unsere Tipps zur Lagerung

Das Öl der Kürbisse ist ein empfindliches Naturprodukt. Es beinhaltet keinerlei zusätzliche Inhaltsstoffe, die die Haltbarkeit genau regulieren würden. Der genaue Zeitraum der Haltbarkeit kann daher seriöserweise eigentlich nicht auf den Tag genau angegeben werden. Da die Angabe eines Mindesthaltbarkeitsdatums gesetzlich vorgeschrieben ist, weisen natürlich auch wir ein solches aus. Zu finden ist es aufgedruckt auf der Banderole am Flaschenhals.

Laut Vorschreibung kann für Kürbiskernöl eine Mindesthaltbarkeit von bis zu neun Monaten angegeben werden. Wir gehen auf Nummer sicher und rechnen den Tag des Abfüllens plus acht Monate.
Beim Mindesthaltbarkeitsdatum garantiert der Hersteller, dass ein Produkt bei einer ordnungsgemäßen Lagerung seine volle Genusstauglichkeit mindestens bis zu diesem Zeitpunkt behält. Generell bedeutet das Überschreiten des Mindesthaltbarkeitsdatums nicht, dass ein Lebensmittel nicht mehr genussfähig ist. Das heißt, die Lebensmittel sind üblicherweise länger haltbar als es das Mindesthaltbarkeitsdatum anzeigt. Um wie viel länger ist allerdings schwer vorher zu sagen, das ist vor allem von der Lagerung des Produktes bis zu diesem Zeitpunkt abhängig.

Unsere Tipps für die Lagerung

  • Kühl und trocken lagern - nur so bleiben die kostbaren Inhaltsstoffe erhalten Wird Öl im Kühlschrank gelagert, verfestigt es sich, denn die enthaltenen langkettige Ölsäuren werden fest. Die ursprüngliche Konsistenz stellt sich nach kurzer Zeit bei Raumtemperatur wieder ein. Auf den Geschmack und die Qualität des Öls hat es keinen Einfluss.
  • Einmal geöffnete Flaschen immer wieder gut verschließen - um die Reaktion mit Sauerstoff zu verringern
  • Lichtgeschützt aufbewahren Um es vor Licht zu schützen, füllen wir unser Öl in dunklen Flaschen ab. Die Flaschen sollten trotzdem nicht längere Zeit direktem Sonnenlicht aussetzt sein.
  • Wir pressen unser Öl alle drei Wochen frisch, damit garantieren wir beste Qualität, die am längsten haltbar ist!
    Weil eine einmal geöffnete Flasche zügig verbraucht werden soll, füllen wir unser Öl in unterschiedlichen Gebindegrößen ab. Unsere Kunden können die für sie ideale Menge wählen und in einigen Monaten freuen wir uns auf ein Wiedersehen.


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    Inhaltsstoffe
    des Öles

    Kernkraft aus dem Kürbis

    Reines Kürbiskernöl aus Kernen bester Qualität, frisch gepresst ist zähflüssig, dunkelgrün und schmeckt und riecht angenehm nussig.

    Doch wie setzt es sich zusammen?
    Wir wollten es ganz genau wissen, was in unserem Öl enthalten ist und haben seine Zusammensetzung aufschlüsseln lassen.
    Unser Kernöl besteht zu 100% aus Fett – genauer gesagt aus einer Mischung verschiedener Fettsäuren.
    Hervorzuheben ist der ausgesprochen hohe Anteil an ungesättigten Fettsäuren, da dieser sich besonders positiv auf die Gesundheit auswirken soll und das Kürbiskernöl so zu einem qualitativ sehr hochwertigen Lebensmittel macht. In unserem Öl beträgt der Anteil der ungesättigten Fettsäuren über 80%!

    Mengenmäßige Zusammensetzung der Fettsäuren:
    einfach ungesättigte Fettsäuren: 34,2 g/ 100g
    mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 46,5 g/ 100g
    Für die genaue Aufschlüsselung der Fettsäuren kontaktieren Sie uns bitte per Mail unter office@ponsteng.at

    Tipps & Tricks

    Ach du Schreck- ein Kernölfleck

    Fast jedem Kernölgenießer ist es schon einmal passiert, dass das „grüne Gold“ auf einem Kleidungsstück, auf der Tischwäsche oder am Geschirrtuch scheinbar bleibende Eindrücke hinterlassen hat. Aber, keine Sorge – mit dem richtigen Trick, lassen sich Kernölflecken einfach und vollständig entfernen! Kernöl ist lichtempfindlich. Diese Tatsache gilt es bei der Lagerung von Öl zu beachten, damit es gut vor direktem Sonnenlicht geschützt wird. Diese Tatsache ist aber auch der Grund dafür, dass sich Kernölflecken im Sonnenlicht vollständig auflösen. Und so funktioniert es: Das Kleidungs- oder Wäschestück zuerst ganz „normal“ je nach Pflegeanleitung waschen, damit das Fett aus dem Fleck entfernt wird. Anschließend das gute Stück in die direkte Sonne hängen und schon nach kurzer Zeit ist auch das Grün des Fleckes verschwunden, denn das UV Licht löst den Fleck völlig auf. Achtung – entscheidend ist die richtige Reihenfolge! Keinesfalls das Kleidungsstück zuerst in die Sonne hängen und erst danach waschen, denn sonst verschwindet zwar das „Grüne“ des Fleckes, aber das enthaltene Öl brennt sich ein und auch nach dem anschließenden Waschen bleibt ein sichtbarer Fleck zurück!